Chronik in gekürzter Fassung

1935/36 wurde bereits ein Antrag gestellt, einen Sportplatz zu bauen, dieser wurde jedoch von der damaligen Gemeindeverwaltung abgelehnt. Erst Anfang der Sechziger stellten Lauterer Bürger erneut einen Antrag, der dann auch positiv beschieden wurde. 1962/63 erfolgte der Ankauf von Gelände dort wo sich der heutige Sportplatz befindet. Gemeindearbeiter verlegten den kleinen Bach in Betonrohre. Er läuft noch heute unter dem Sportplatz hindurch.

 

Gelände auf dem heute der Sportplatz ist

 

Die gesamte Herstellung des Sportplatzes wurde durch die Gemeinde Lautern finanziert. Da zu diesem Zeitpunkt noch kein Sportverein existierte, konnte keine Bezuschussung durch das Land Hessen und den Kreis Bergstrasse erfolgen.

Am 16.04.1966 lud ein Rundschreiben in Lautern ein zur Gründung eines Fußballvereines. 47 Bürger (siehe unter Personen/Gründungsmitglieder) fanden sich ein und sprachen sich mit Mehrheit für die Gründung aus. Gleichzeitig wurden die Weichen gestellt für eine Vereinigung mit dem bereits seit 1887 gegründeten Schützenverein. Daher sind auch beide Jahrgänge im Wappen der Sportgemeinschaft Lautern aufgeführt.

Durch die Vereinigung von dem Fußballverein und dem Schützenverein hatte die neu gegründete Sportgemeinschaft Lautern zwei Abteilungen. Bei der ersten Hauptversammlung am 18.02.1967 wurden die Vereinsfarben gewählt. Blau und Weiß in Anlehnung an die Farbenfabrik, die damals in Lautern ansässig war. Vereinslokal wurde das Gasthaus" Zum Lautertal".

Da am Sportplatz selbst noch nichts vorhanden war, durften die Sportler bei Heimspielen und nach dem Training die Duschen im Neuen Schulhaus benutzen.

 

Alte Umkleide, später Lager

 

Bereits in der Saison 1966/67 traten die Fußballer der Sportgemeinschaft Lautern in der Verbandsrunde an, allerdings nicht sehr erfolgreich.

 

Allererste Mannschaft: Stehend von links: Rolf Mehlem, Bernd Dewald, Erich Pogadl, Norbert Prossl, Richard Katzenmeier, Horst Pedde, Spielertrainer Rudolf Heeg Knieend von links: Horst Degenhardt, Heinz Bock, Wolfgang Gründl, Herbert Prossl und Karl-Heinz Krämer

 

Da der Weg zwischen dem Sportplatz und dem Schulhaus nicht gerade kurz ist, war schnell der Wunsch geboren, direkt am Sportplatz ein Umkleide- und Vereinshaus zu bauen. Es sollte aber doch noch einige Jahre dauern, bis der Wunsch Realität werden konnte.

1969 wurde die Sportgemeinschaft Lautern ins Vereinsregister beim Amtgericht Bensheim eingetragen und hat seitdem den Zusatz e.V. im Namen. 1970 wurde dann am Sportplatz eine Tribüne für die Zuschauer aufgestellt. Dann wurde durch die Montage von Lichtmästen die Möglichkeit geschaffen ganzjährig zu trainieren.

 

Der damalige Vorsitzende Günter Hendricks gibt das Zeichen zum Einschalten des Flutlichts, der damalige Ortvorsteher Rapp enthüllte die Schalttafel und das damalige Ortsbeiratsmitglied Heil tat den "historischen" Knopfdruck.

 

Über Jahre hatte der Verein sich bemüht zu sparen und konnte so 1978 mit den Vorbereitungen für den Bau eines Umkleide- und Vereinshauses starten. Zunächst wurden die Pläne erstellt und Zuschüsse beantragt und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die geschätzten Kosten in Höhe von 125.000 Mark waren gerade mal zu einem Drittel gedeckt, aber trotzdem rang sich der Verein dazu durch, mit dem Bau zu beginnen, zumal viel in "Eigenleistung" erbracht werden sollte. 1981 wurde der Beitrag dann auf 3 Mark monatlich angehoben, auch um die Finanzierung des Baus weiterhin zu ermöglichen. Am 31.07.1982 konnte das Umkleidehaus eingeweiht werden.

Hilfe hatte der Verein vom Land Hessen, dem Kreis Bergstrasse und der Gemeinde Lautertal erhalten. Die rund 100 Helfer die auf der Baustelle mit Muskelkraft geholfen hatten, wurden zu einem Dankeschön-Abend eingeladen. Endlich standen direkt am Sportplatz geheizte und bequeme Räumlichkeiten zur Verfügung. Jede Woche wurde ehrenamtlich ein Ehepaar zur Reinigung des Hauses eingeteilt.

1983 wurden dann neue Projekte in Angriff genommen, so z.B. die Kerb, die zusammen mit anderen Vereinen im Dorf gefeiert wird. Es gab wieder einen Kerwezug und auch eine Kerweredd. 1984 wurde auf eigene Kosten der Platz hergerichtet. Bereits 1985 wurde über eine Erweiterung des Umkleidehauses nachgedacht. Es wurden u.a. Discos veranstaltet um so den Anbau mitzufinanzieren.

In der Hauptversammelung 1986 wurde dann der Erweiterungsbau beschlossen. Weitere 94.000 Mark mussten aufgebracht werden. 1987 lag die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau dann vor und durch die Hilfen vom Landessportbund, dem Kreis Bergstrasse, der Gemeinde Lautertal und dem Muskelschmalz der Helfer konnte auch dieser Bau gestemmt werden.

 

Anbau an die Umkleide

 

1988 beschloss die Volkshochschule überraschend, die über die Jahre hinweg angebotenen Gymnastikkurse in Lautern aus dem Programm zu nehmen. Der Verein reagierte prompt und am 13.09.1988 nahm die Abteilung Damengymnastik ihre Arbeit auf.

1988 richtete auch erstmalig die Sportgemeinschaft Lautern den alljährlichen Weihnachtsmarkt aus. Der Verein richtet auch eine "Gaggelmeisterschaft" und ein Skattunier aus, die jedes Jahr aufs Neue ihren Meister suchen.

Die Gemeinde Lautertal als Besitzer des Sportplatzes bewilligte 1988 das Geld für die Sanierung des Platzes. Allerdings bekam der Platz eine wassergebundene Decke, wodurch bei Trockenheit dieser beregnet werden musste. Die Bewässerungsanlage musste der Verein mit 13.000 Mark bezuschussen.

 

Sanierung des Sportplatzes

 

Am 05.03.1989 wurde zusammen mit der Übergabe des Platzes auch die Einweihung des Vereinsheimes gefeiert. Eine Beleuchtung für den Weg vom neuen Parkplatz bis zum Sportplatz wurde ebenfalls aus Vereinsmitteln ermöglicht.

 

 

Der neue Platz bot allerdings nicht lange Freude, denn bereits im ersten Winter schlug der Frost hier Beulen. Um die Abdeckschicht zu binden, musste im Sommer der Platz gewässert werden. Allerdings woher das Wasser nehmen und wie zum Platz leiten? Erst der Bau eines Tanks zum Speichern des Wassers lindert die Schwierigkeiten deutlich.

Im Jubiläumsjahr 1991 findet sich eine neue Abteilung. Die Freizeitgruppe Badminton wird zu einer Abteilung. Eine Freizeitgruppe Wandern bildet sich.

Da noch 36 der ehemaligen Gründungsmitglieder das Jubiläum erleben, werden sie feierlich geehrt. Es gibt auch eine Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, die eine ausführlichere Chronik enthält. Da der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus Kübler leider nicht am Festkommers teilnehmen konnte, spendierte er als Ersatz dem Verein einen Ausflug nach Berlin.

 

 

1992 versuchte man in Eigenleistung den Pilzbefall im alten Schulhaus zu bekämpfen um den Schießstand der Abteilung Schießen zu erhalten. Leider war hier die Mühe vergebens, so dass die Abteilung Schiessen zunächst den Betrieb bei der Konkurrenz in Reichenbach mühsam aufrechterhalten und später leider ganz einstellen musste.

1994 übernahm die Sportgemeinschaft alleine die Trägerschaft für die Kerb, da die anderen Vereine (z.B. der Sängerbund) wegen Jubiläumsvorarbeiten hierzu keine Zeit und Leute hatten. Ein großes Problem war auch die noch fehlende Küche in der Festhalle. Diverse Veranstaltungen brachten leider nicht den schnellen Erfolg.

Seit 1995 wird bei der Sportgemeinschaft alljährlich auch der "Schnautzmeister" gesucht.

Durch die Schließung des Werkes des größten Arbeitgebers in Lautern, die Ciba Spezialitätenchemie im Jahre 1996, konnte das Problem der fehlenden Küche in der Festhalle gelöst werden. Die nicht mehr benötigte Kantinenküche konnte umziehen und in der Festhalle seither gute Dienste leisten.

1997 wird die Abteilung Schießen der Sportgemeinschaft geschlossen, da kein eigener Schießstand in Lautern möglich ist.

1998 wird die Satzung überarbeitet und der Sportplatz durch die Gemeinde renoviert.

Nachdem in der Saison 1999/00 die Relegation verloren wird, schafft die Sportgemeinschaft ihren bislang größten sportlichen Erfolg im Fußball und steigt in der Saison 2000/01 in die B-Klasse auf. Der gute Zusammenhalt und die Kameradschaft der Sportgemeinschaft haben diese weit über die Grenzen bekannt gemacht. Aber die Aktiven und Fans waren nun außer Rand und Band. Lange währte jedoch die Freude nicht, denn bereits in der nächsten Saison fand sich die Sportgemeinschaft wieder in der C-Klasse wieder.

Als neue Tradition wird der Martinsmarkt in Lautern durch die Sportgemeinschaft ab 2001 aufgestellt.

Im Jahr 2003 wird wiederum eine neue Aktion gestartet: Die Sportgemeinschaft veranstaltet ein Jugendcamp. Hier besuchen teilweise bis zu 100 Kinder über 4 Tage den Sportplatz in Lautern. Ein Rahmenprogramm mit Lagerfeuer, Spiel der Damenmannschaft, etc. bietet auch den Eltern etwas. Die Teilnahmegebühren fließen nicht vollständig in die Kasse des Vereins, sondern kommen auch der neu übernommenen Patenschaft für das Vereinspatenkind Salek Ould Sghair (* 31.12.1998) zugute. Hierfür steht auch auf der Theke im Vereinsheim eine Spendenkasse.

Auch der "Bautrupp" der Sportgemeinschaft wird wieder gefordert. Der Weg vom Parkplatz zum Sportplatz wird in Eigenleistung mit Hilfe des Bauhofs gepflastert und der Zuweg von der Straße "Am Knorz" erhält eine Pflasterdecke. Die Tribüne wird neu befestigt und eine Materialhütte wird gebaut. Die Heizung im Vereinsheim wird gegen ein neues Modell ausgetauscht.

Eine Gruppe von Mädels gründet zunächst als Damengymnastikgruppe II eine Hobbykickerinnenmannschaft.

2005 folgt dann eine Großinvestition. Das Dach des Vereinsheimes wird erneuert. Hier erfolgt dankenswerterweise wieder Hilfe vom Landessportbund, dem Kreis Bergstraße und der Gemeinde Lautertal.

Im Jubiläumsjahr 2006 zehrt die Sportgemeinschaft immer noch vom wichtigsten Kapital: Der Kameradschaft. Der sportliche Erfolg stellt sich nicht immer ein, aber das Feiern vergessen die Mitglieder nie. So wurde das 40-jährige Jubiläum mit Saus und Braus gefeiert und es gibt wiederum eine Festschrift mit vielen Bildern aus alten Zeiten und einer ausführlicheren Chronik.

 

Es gibt auch eine Festschrift, in der man alles genau nachlesen kann.

 

Die Hobbykickerinnen werden 2008 als Damenmannschaft in die Abteilung Fußball übernommen. Die Berieselungsanlage und die Sanitärraume werden saniert.

 

Im Jahre 2010 war es endlich soweit: Durch diverse Spenden, auch aus der Bevölkerung war es endlich möglich, dass die SG Lautern eine neue Flutlichtanlage bekommen konnte. Wie immer mit viel Eigenleistung war die finanzielle Belastung zu ertragen und nun erstrahlt der Platz in neuem Glanze. Demnächst hier Bilder zum neuesten Bauwerk".

Nicht alles ist hier komplett und ausführlich aufgeführt, da doch die ein oder andere "Anekdote" sich beim Besuch der Sportgemeinschaft ergibt und auch auf die Chroniken anlässlich der Jubiläen hingewiesen wird.

 

 

.... wird weitergeführt

 

 

 

Letzte Aktualisierung am 26.01.2011

 

 

 

Sponsering

 

 

 

 

 

 

 

 

Datenschutzerklärung