Fast acht Stunden und 152Begegnungen dauerte es, bis mit Matze Langer der Sieger des „Oktoberfest-Special“-Dartsturniers der SG Lautern feststand. 46 Teilnehmer kämpften in der Festhalle in Lautern an acht Dartscheiben um die Preisgelder für die besten drei Spieler. Am Ende setzte sich Matze Langer gegen Stefan Laut mit einem deutlichen 5:1 durch. Dominik Laut behielt im Spiel um Platz 3 mit einem 3:1 die Oberhand über Wolfgang Diehl.
Bis dahin war es aber ein weiter Weg, musste doch zuerst die Gruppenphase überstanden werden, bevor es im K.o.-System weiter ging. Zwischendrin konnten sich Spieler und Zuschauer mit dem reichhaltigen Essens- und Getränkeangebot stärken, das von den zwölf Helfern der SG Lautern unter anderem mit Weißwurst, Brezeln und Obatzter auf das Turnier-Motto „Oktoberfest“ abgestimmt war.
Gespielt wurde Steeldart mit der Regel „Double Out“. Steeldarts-Spiele beginnen mit 501 Punkten, die auf Null heruntergespielt werden müssen. Die Regel „Double Out“ besagt, dass ein „Leg“ – ein Durchgang, bis einer der Spieler die Null erreicht – nur mit einem Pfeil im Doppelfeld beendet werden kann.
Bei jeder Aufnahme wirft der Spieler drei Pfeile nacheinander aus einer Entfernung von 2,37 Metern auf die in 1,73 Meter Bull’s-Eye-Höhe aufgehängte Dartscheibe. Die Dartscheibe ist in 20 Segmente mit der Wertigkeit 1 bis 20 und dem Mittelpunkt Single Bull (grün - 25 Punkte) und Bull’s Eye (rot - 50 Punkte) im Uhrzeigersinn (beginnend bei 12Uhr) unterteilt. Der innere schmale Ring der Dartscheibe ist das Triple. Trifft ein Pfeil in diesen Bereich, verdreifacht sich der Wert des Feldes. Der äußere schmale Ring (Double) verdoppelt die Punktzahl.
Somit bringt – entgegen vieler Anfängermeinungen – nicht das Bull’s Eye die meisten Punkte, sondern die Triple 20. Landen dort alle drei Pfeile, erreicht man die Höchstpunktzahl 180, was aber einige Treffsicherheit erfordert. Profis schaffen sogar ab und an einen 9-Darter, ein Leg mit nur neun Darts zu beenden.
Die Treffsicherheit der Profis kann man immer um die Weihnachts-und Neujahrszeit bei der Dartsweltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace – kurz Ally Pally genannt – bestaunen. Seit einigen Jahren erfreut sich deren Live-Übertragung im Sport-TV großer Beliebtheit und hat zur steigenden Popularität des Spiels beigetragen. Sicher auch wegen der lebhaften Stimmung unter den Zuschauern und der markanten Ansage des Callers („One hundred and eighty“).
Von dieser Popularität profitierte auch das aktuelle Darts-Turnier in Lautern. Zum achten Mal seit dem Jahr 2022 haben André Prossl und Daniel Müther ein Darts-Turnier auf die Beine gestellt. Die Startplätze waren bei einer Startgebühr von zehn Euro innerhalb kürzester Zeit vergeben. „Angefangen haben wir im Vereinsheim der SG Lautern mit rund 20 Teilnehmern. Schnell wurde das Interesse größer und größer“, erinnert sich André Prossl noch gut an diese Zeit. „Inzwischen kommen Teilnehmer aus dem ganzen Odenwald bis runter nach Heidelberg“, freut er sich über das starke Interesse.
„Wir haben jetzt auch eine Mannschaft für E-Dart“, informierte er. Die Dart-Spieler sind mit ihrem Dart-Treff mittwochs ab 19 Uhr im Vereinsheim inzwischen auch ein fester Bestandteil der SG Lautern.























































































